Krankenstandsanträge in Deutschland sinken auf Allzeittief

Trotz (oder gerade wegen) der Corona-Pandemie haben die Beschäftigten in Deutschland im ersten Quartal weniger gesundheitsbedingte Auszeiten genommen als in den 13 Jahren zuvor.

Weniger Krankenstände
Mitarbeiter in Deutschland haben weniger krankheitsbedingte Auszeiten genommen, obwohl das Land immer noch vom Coronavirus erfasst wird. Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die Daten von rund 5,4 Millionen krankenversicherten Beschäftigten ausgewertet, um zu ermitteln, wie viel Zeit aus gesundheitlichen Gründen verloren gegangen ist. Sie stellte fest, dass die Krankenquote ihrer Versicherten bei 3,8 Prozent lag. Dieser Prozentsatz gibt die Zeit an, die aufgrund von Krankheit von der Arbeit genommen wurde, im Vergleich zu der Gesamtzeit, die die Mitarbeiter planmäßig arbeiten mussten.

Die Krankenquote für das erste Quartal ist die niedrigste seit 13 Jahren. Dies ist auf die Beschränkungen zurückzuführen, die darauf abzielen, die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen. Weniger Menschen reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, arbeiten von zu Hause aus und die Abneigung, ins Krankenhaus zu gehen, haben alle zu einem wahrgenommenen Rückgang anderer Infektionskrankheiten wie der Grippe geführt.

„Es zeigt sich, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten auch die Verbreitung anderer Infektionserreger verhindern“, sagte der TK-Vorsitzende Jens Baas. „Die Zahl der Fehltage ist bei fast allen Diagnosen zurückgegangen, insbesondere bei Erkältungskrankheiten.“

Trotz dieser indirekten Auswirkungen hatte das Coronavirus selbst nur sehr geringe direkte Auswirkungen auf Menschen, die sich wegen Krankheit von der Arbeit freinehmen. Von den 1,08 Millionen Krankgeschriebenen waren nur 9.381 mit COVID-19 infiziert.

Risiko einer Zunahme chronischer Erkrankungen
Auch die AOK, eine weitere deutsche Krankenkasse, verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Krankschreibungen. Die AOK verzeichnete in den ersten Monaten des Jahres 2021 eine Krankenquote von 5,1 Prozent, was wiederum die Zahl der arbeitsunfähigen Tage bezeichnet.

Auch eine andere Krankenkasse, die Barmer Krankenkasse, verzeichnete, dass im ersten Quartal dieses Jahres nur 18 Prozent ihrer Versicherten mindestens einen Krankheitstag hatten. Dies ist ein Rückgang von 30 Prozent im ersten Quartal des Vorjahres.

„Wir vermuten, dass viele Mitarbeiter aus Angst vor einer Ansteckung auf einen Arztbesuch verzichtet haben“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Experten befürchten, dass dies zu einem erhöhten Risiko für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sowie zu verzögerten Diagnosen führen könnte. „Aufgrund der Corona-Pandemie werden beispielsweise in Deutschland tausende Krebsfälle zu spät oder gar nicht entdeckt“, sagte ein Sprecher der Barmer.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, mit leichten Symptomen weiterarbeiten werden, um sich nicht krank melden zu müssen. Das erhöht langfristig das Risiko für chronische Erkrankungen.

Das Problem mit der Arbeit von zu Hause aus
Laut Krankenkassen kann die Arbeit von zu Hause aus gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter haben. So nehmen sich Mitarbeiter in letzter Zeit wegen Rückenschmerzen und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates vermehrt frei. Auch die arbeitsfreien Tage aus psychischen Gründen haben zugenommen. „Wir müssen das Thema Gesundheit im Homeoffice stärker in den Mittelpunkt stellen“, sagte Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der Krankenkasse DAK-Gesundheit.

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